Wie die Jaeger Gruppe mit levelbuild als Plattform 80 Unternehmen und 50 Standorte steuert.

Was die Jaeger Gruppe von anderen Partnerunternehmen im levelbuild-Umfeld unterscheidet, ist diese konsequente Dezentralität: Die Standorte sollen ihre eigenen Prozesse, ihre eigenen Besonderheiten, ihre eigenen Wettbewerbsvorteile beibehalten können.

Anzahl Mitarbeitende

2600+

Gewerbliches Personal

200+ Projektleiter

Zielsetzung

Einheitliche Datenbasis für die Unternehmensgruppe

Umsatzgröße

500mio+ Betriebsleistung

Anzahl Standorte

50+

Inhaltsverzeichnis

„Mit der Levelbuild‑Plattform schaffen wir Datendurchgängigkeit über alle Themen, Dokumente und Informationen in einer Oberfläche – ohne Systembrüche.”

Dr. Sebastian Schumacher
Leiter Organisationsentwicklung, Jaeger Gruppe

Über das Unternehmen

Die Jaeger Gruppe ist seit 1882 im Geschäft und unterstützt ihre Kunden mit einem breiten Spektrum an Baukompetenzen. Die Besonderheit: Die Jaeger Gruppe setzt stark auf Eigenverantwortung und ist daher dezentral organisiert.

Mit über 80 Unternehmen an mehr als 50 Standorten in ganz Deutschland, rund 2.600 Mitarbeitenden und einer jährlichen Betriebsleistung von ca. 550 Millionen Euro zählt die Gruppe zu den komplexesten Unternehmensstrukturen, die levelbuild heute begleitet.

Was die Jaeger Gruppe besonders macht: Sie ist kein Konzern im klassischen Sinne. Jeder Standort trägt echte unternehmerische Verantwortung. Das Credo lautet: „Unternehmer im Unternehmen.“

Dezentralität und Einheitlichkeit – kein Widerspruch, sondern eine Anforderung.

Die Zielsetzung der Jaeger Gruppe

Die zentrale Herausforderung der Jaeger Gruppe ist keine technische, sondern eine organisatorische: Wie schafft man Datendurchgängigkeit, einheitliche Prozesse und eine gemeinsame Informationsbasis – bei gleichzeitiger Wahrung der standortspezifischen Anforderungen?

Dr. Sebastian Schumacher, verantwortlich für Prozesse, Methoden und Tools, bringt es auf den Punkt: „ Wir müssen diese individuellen Bedürfnisse der Standorte und die Notwendigkeit, zentrale Dinge zusammenzuführen, unter einen Hut bringen – und das, ohne unseren Standorten allzu viel unternehmerische Beinfreiheit zu nehmen.“

Ein monolithisches ERP-System schied von Anfang an aus: Allein bei Kalkulation und Abrechnung braucht jede Untergruppe Spezialsoftware, die auf ihre Gewerke zugeschnitten ist. Gesucht wurde stattdessen eine Plattform, die Standardisierung und Individualität gleichermaßen ermöglicht.

„Mit levelbuild werden wir vielen Anforderungen gerecht. Es ist nicht nur ein Expertentool für den Controller der in großen Tabellen arbeitet, es ist genauso ein Werkzeug für den Projektleiter und den Polier."

Dr. Sebastian Schumacher
Leiter Organisationsentwicklung, Jaeger Gruppe

Von Datengut zu levelbuild – 15 Jahre Erfahrung als Fundament

Die Ausgangslage: Eine lange Lernkurve

Die Zusammenarbeit zwischen der Jaeger Gruppe und Michael Woitag, dem Gründer von levelbuild, reicht zurück bis ins Jahr 2008 – damals noch unter dem Namen Datengut. Über mehr als 15 Jahre entwickelte sich auf Basis der Datengut-No-Code-Lösung innerhalb der Jaeger Gruppe die heutige „Jaeger Cloud“: eine auf die Jaeger Gruppe zugeschnittene Plattform, die schrittweise gewachsen ist und durch Mund-zu-Mund-Propaganda weitere Kunden anzog.

2018 wurde Datengut an RIB verkauft. Spätestens mit dem anschließenden Verkauf von RIB an Schneider Electric war dann die strategische Konsequenz klar: Eine über 10 Jahre alte Software für hochindividualisierbare Kundensysteme, eingebettet in ein Softwareunternehmen mit Fokus auf hardcodierte Standardlösungen, würde langfristig keine Perspektive mehr bieten.

„Es war eine sehr heiße, kritische Phase“, erinnert sich Dr. Sebastian Schumacher. „Aber sie hat allen klargemacht: Wir haben uns alle ein Stück weit verrannt.“

Auch aus dieser Erkenntnis heraus entstand levelbuild – gemeinsam mit vier weiteren Partnerunternehmen, die sich zusammengeschlossen haben, um einen Branchenstandard zu schaffen.

„Mit levelbuild haben wir einen Partner, der unsere langfristige Architektur genauso im Blick hat wie den nächsten praktischen Schritt.“

Dr. Sebastian Schumacher
Leiter Organisationsentwicklung, Jaeger Gruppe

Ein Partner, der Bauprozesse wirklich versteht

Die Zusammenarbeit mit levelbuild

Was Dr. Sebastian Schumacher an levelbuild besonders schätzt, ist der grundsätzlich andere Ansatz gegenüber klassischen Softwareanbietern: „Das ernsthafte Interesse, die Bedürfnisse im Bauwesen wirklich zu verstehen – und nicht zu früh zu sagen: ‚Wir haben es verstanden und bringen eine Lösung‘ – und sich dann zu wundern, dass damit keiner arbeiten kann.“

Das schlägt sich auch in der konkreten Zusammenarbeit nieder: Dr. Schumacher steuert heute zwar das Digitalisierungsprojekt, er greift dabei aber auf jahrelange Vorarbeit der Geschäftsführung und von engagierten Mitarbeitenden an den Standorten zurück. Die heutige Jaeger Cloud ist „aus der Praxis für die Praxis“ gemeinsam mit levelbuild entwickelt worden – und sie wächst weiter, mit bewusst gesetzten Prioritäten und realistischen Versionszyklen.

Was die Jaeger-Cloud konkret leistet: Viele Rollen, ein System

Ergebnisse

Die Jaeger Cloud auf Basis von levelbuild bedient heute Mitarbeitende auf allen Ebenen der Unternehmensgruppe – mit jeweils passgenau zugeschnittenen Ansichten und Prozessen:

Gewerbliche Mitarbeitende (App)

Einsatzplanung für die kommende Woche, digitale Zeiterfassung (Arbeitsbeginn, -ende, Pausen), Abwesenheitsmeldungen. Das Prinzip: Mit wenigen Klicks die täglichen Aufgaben erledigen.

Poliere und Projektleitende

Überblick über eingesetzte Ressourcen, Tagesplanung, Baustellendokumentation. Die Projektleitung erhält die Vogelperspektive: Kosten, Erlöse, Projektstatus – alles in einer Oberfläche, ohne Systemwechsel.

Sachbearbeitung an den Standorten

Rechnungserfassung mit direkter Klassifizierung: Kostenstelle, Projektleiter, Sachkonto – am Standort vorausgefüllt, damit die Belege in der zentralen Buchhaltung so reibungslos wie möglich durchlaufen. „Wir versuchen, dass Dinge mit so wenig Handgriffen wie möglich durchs System gehen“, so Dr. Schumacher.

Zentrale Buchhaltung und Management

Aggregierte Auswertungen, Datendurchgängigkeit ohne manuelle Überträge zwischen Systemen, ein gemeinsamer Blick auf die Gruppe – und trotzdem die Möglichkeit, einzelne Unternehmen und Standorte individuell zu betrachten.

Das entscheidende Differenzierungsmerkmal: Dezentralität als Stärke

Fazit

Was die Jaeger Gruppe von anderen Partnerunternehmen im levelbuild-Umfeld unterscheidet, ist diese konsequente Dezentralität: Die Standorte sollen ihre eigenen Prozesse, ihre eigenen Besonderheiten, ihre eigenen Wettbewerbsvorteile beibehalten können.

Das No-Code-Prinzip von levelbuild ermöglicht genau das: Individuelle Workflows können standortspezifisch konfiguriert werden – innerhalb einer gemeinsamen Produktbasis, ohne jedes Mal von vorne zu beginnen.

„Das ist das, was levelbuild für mich von Standard-Software-Lösungen so unterscheidet“, sagt Dr. Schumacher. „Diese Beinfreiheit innerhalb einer Standardlösung lässt sich dank einer No-Code-Plattform sehr schnell und einfach umsetzen.“

Die Jaeger Gruppe zeigt, was eine durchgängige, rollenspezifische Plattform auch unter schwierigsten Ausgangsbedingungen leisten kann: Sie verbindet mehr als 80 rechtlich selbstständige Unternehmen an über 50 Standorten und völlig unterschiedliche Gewerke – mit einer gemeinsamen Datenbasis, einer gemeinsamen Oberfläche und einer wirklich skalierbaren Lösung.

Führende Bauunternehmen setzen bei der Digitalisierung auf levelbuild